Hundebetreuung – Drinnen oder draußen?

Den geliebten Vierbeiner stets auf Trab zu halten, kann eine ganz schöne Herausforderung sein. Besonders wenn er noch jung und wild ist oder zu den aktiveren Hunderassen gehört. Wir helfen dir, die geeignete Betreuung für deine Fellnase zu finden und geben dir hilfreiche Tipps zum alltäglichen Umgang mit deinem Hund.

Tiersitter geht mit einem Rudel Hunde über die Straße
© luckybusiness/AdobeStock

In aller Kürze:

  • Die Art der Betreuung ist von Hunderasse und beispielsweise Jagdtrieb des Hundes abhängig

  • Nach dem Spiel muss sich dein Hund ausruhen können

  • Der Hundesitter muss deinen Vierbeiner zwingend an der Leine führen!

Drinnen oder draußen – Was benötigt mein Hund?

Welche Betreuung die richtige für deinen Liebling ist, musst du selbst entscheiden. Diese Fragen musst du allerdings vorher mithilfe deines Vierbeiners klären:

1. Zu welcher Hunderasse gehört mein Hund? Ist diese Rasse eher aktiv oder ruhig?

Beispiele für besonders aktive Hunderassen:

  • Siberischer Husky
  • Deutsch Kurzhaar
  • Bordercollie
  • Rhodesian Ridgeback
  • English Pointer
  • Dalmatiner

Beispiele für entspannte Hunderassen:

  • Irischer Wolfshund
  • Retriever
  • Bernhardiner
  • Labradoodle
  • Eurasier
  • Deutsche Dogge



2. Hat mein Hund einen Jagdtrieb und ist somit draußen zu sehr abgelenkt, um kleine Aufgaben zu erfüllen?

Grundsätzlich sollte jeder Hund genügend Auslauf haben und sich draußen beschäftigen können. Schließlich knüpft dein Vierbeiner wichtige Kontakte zu anderen Hunden und braucht Bewegung. Solltest du bald in den Urlaub fliegen, empfehlen wir dir, eine Betreuung aufzusuchen, die deinem Vierbeiner genügend Auslauf und Kontakt zu Hunden bietet.

Frau spielt Ball mit ihrem Hund
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Aktiv trotz Schmuddelwetter

Kaltnasses Wetter macht es Mensch und Hund nicht immer leicht, raus zu gehen. Spaziergänge werden kürzer und gespielt wird lieber im warmen Zuhause. Aber ist der Hund dann auch ausreichend ausgelastet? Mit welchen Spielen wird der Vierbeiner sinnvoll beschäftigt und lassen sich diese auch umsetzen, wenn der Platz in der Wohnung limitiert ist? Mit einfachem Clickertraining kann man dem Hund auch auf kleinstem Raum Tricks wie Pfötchen geben, Rolle machen oder Spielzeug aufräumen beibringen. Das fordert Körper und Geist der Fellnase und der Kreativität sind da kaum Grenzen gesetzt. Auch das Verstecken von Spielzeug oder Leckerlies fordert deinen Liebling zu einer Suchaktion auf, die ihn geistig fordert.

Am besten förderst du die ruhigen Spiele und vermeidest zu aufregendes, denn das ist sicherlich auch im Sinne deiner Nachbarn. Sobald dein Hund bellt, solltest du das Spiel abbrechen. Für den Vierbeiner ist es gut, wenn er sich nach dem Spiel ausruhen und schlafen kann.

Wichtig!

Die verabreichten Leckerlis sollten von der Tagesfutterdosis abgezogen werden!

Mehr als nur ein Spaziergang

Je mehr kleine Überraschungen beim Spaziergang auf deinen Liebling warten, desto aufmerksamer wird er. Hunde, die einen starken Jagdtrieb haben und deshalb nicht freilaufen dürfen, freuen sich über Ersatzbeschäftigungen, die auch an der Leine durchgeführt werden können.

Das Finden von Leckerlies im Laubhaufen oder Gebüsch macht den Vierbeinern viel Spaß. Du kannst auch das Lieblingsspielzeug verstecken und dann ist Wühlen angesagt! Besonders herausfordernd sind Balance-Übungen auf Baumstämmen. Führe deinen Hund auf einen Baumstamm und belohne ihn. Schon bald wird er von selbst nach Baumstümpfen Ausschau halten, auf die du ihn dann schicken kannst.

Sicherheit beim Gassi gehen

Grundsätzliche Tipps zu mehr Sicherheit beim Hunde-Spaziergang:

  1. Lass deinen Hund nur frei herumlaufen, wenn du ihn jederzeit mit Sicherheit abrufen kannst. Er muss zuverlässig gehorchen.
  2. Sollte dein Vierbeiner streitlustig sein, leine ihn auf jeden Fall an und bitte auch den anderen Halter darum, es ebenfalls zu tun.
  3. Situationen vermeiden, in denen nur einer der beiden Hunde angeleint ist.
  4. Angeleinte Hunde besser nicht spielen lassen – Viele Hunde reagieren unsicher und aggressiv, wenn sie nur eingeschränkte Bewegungsfreiheit haben.

Achtung:

Der Hundesitter sollte deinen Vierbeiner IMMER an der Leine führen.
Mann spielt mit seinem Hund bei einem Spaziergang im Wald
© thefaces/AdobeStock

Kleine Spiele oder Konzentrationsübungen versüßen deinem Hund den Spaziergang.


Wie funktioniert die Hundebetreuung?

Du bist in einer Woche jobtechnisch stark eingebunden und kannst dich nicht ganz so intensiv mit deinem liebsten Vierbeiner beschäftigen. Genau hier bietet sich eine Hundebetreuung an. Der Betreuer kümmert sich liebevoll um deinen Hund und hilft ihm, die Zeit zu überbrücken bis ihr euch wiederseht.

Über meinestadt.de findest du viele qualifizierte Tierbetreuer. Die Entscheidung solltest du aber nicht überstürzt treffen, denn dein Hund soll sich ja in guten Händen befinden, wenn du beispielsweise arbeiten musst oder im Urlaub bist. Es gibt verschiedene Betreuungsangebote:

  • Dogwalker: Der Betreuer passt stundenweise auf deinen Hund auf und geht mit ihm Gassi.
  • HuTa: Wenn du deinen Hund beispielsweise nicht mit ins Büro nehmen darfst, kannst du ihn tagsüber in eine Hundetagesstätte geben. Dort wird dein Kaltschnäuzer betreut und beschäftigt.
  • Hundesitter für einen längeren Zeitraum: Wenn du im Urlaub bist oder ein Krankenhausaufenthalt nötig ist, kann dein Hund bei dem Betreuer auch über Nacht oder über mehrere Tage bleiben.

Praktisch: Viele Hundesitter bieten auch an, deinen Hund mit dem Auto abzuholen und zurück zu bringen.

Worauf du achten musst

Vergleiche auf jeden Fall die Hundesitter miteinander, bevor du dich entscheidest. Ein erstes Kennenlernen mit deinem Vierbeiner ist ebenfalls Pflicht. Hier spielt nun auch eine Rolle, ob der Betreuer deinen Hund draußen oder drinnen betreut und wie viel Erfahrung er mitbringt! Weitere Informationen zur Tierbetreuung findest Du hier.

  1. Hat der Hundesitter selbst einen Hund? Wie viel weiß er über die Hundesprache, das Verhalten sowie Gesundheit und Ernährung der Vierbeiner? Viele Betreuer haben Zertifikate und bilden sich auf Seminaren weiter.
  2. Kann sich der Betreuer gut mit Hunden beschäftigen? Kennt er sich auch mit Hundeerziehung aus?
  3. Falls du deinen Hund zum Hundesitter bringst, solltest du dir die hygienischen Verhältnisse anschauen. Sind Fress- und Schlafplätze sauber? Wie geht es den anderen Hunden in der Betreuungsstätte? Gibt es genügend Auslauf?
  4. Zeigt der Betreuer aufrichtiges Interesse an deinem Hund? Stellt er Fragen über Heimtierausweis, Impfungen, Tierarzt, etc.?
Du bist auf der Suche nach einem Hundesitter?

Hier findest du den passenden Hundebetreuer.

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