Haushalt & Reinigung

Haushaltshilfe – So findest du deine Unterstützung im Haushalt und Alltag

Lebensmittel einkaufen, Wäsche waschen und die Wohnung in Schuss halten – besonders für Berufstätige und in einem Haushalt mit Kindern kann es schwierig sein, das alles zu schaffen und anschließend noch Zeit für sich und die Familie zu finden. Hausarbeit ist aufwendig und eine Haushaltshilfe kann eine Option sein. Hier erfährst du, worauf du achten solltest, wenn du eine Extra-Hilfe für den Haushalt einstellen willst.

Illustartion: Ein Mann topft eine Pflanze ein, eine Frau steht am Bügelbrett

Virenverstecke im Haushalt – so reinigst du hygienisch!

Mann reinigt den Innenraum eines Elektroherdes
© lev dolgachov/AdobeStock

Denn nicht nur draußen sind Bakterien, Viren und Keime im Umlauf – Auch in den eigenen 4 Wänden lassen sie sich nicht vermeiden. Wir geben dir hilfreiche Tipps an die Hand!

Virenverstecke im Haushalt – so reinigst du hygienisch!

Was sind die Aufgaben einer Haushaltshilfe?

Haushalt macht Arbeit und wie jede Tätigkeit benötigt diese Zeit und Mühe. Das fällt besonders schwer, wenn man Familie und einen Vollzeitjob hat. Ältere Menschen, alleinerziehende Eltern, Menschen mit begrenzter Mobilität oder Behinderung haben es nicht leicht, wenn sie sich allein um den Haushalt kümmern müssen. Einfache Aufgaben können eine richtige Qual werden, wenn Zeit oder die körperliche Kraft fehlt.

Haushaltshilfen übernehmen verschiedene Aufgaben in Privathaushalten. Dazu gehören beispielsweise:

  • Grundreinigung, des Hauses oder der Wohnung.
  • Wäsche waschen und bügeln.
  • Das Erledigen von Einkäufen sowie das Kochen und Servieren von Mahlzeiten.

Ältere Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen ihren Haushalt nicht mehr selbst erledigen können, profitieren von einer Haushaltshilfe. Pflegebedürftige Menschen benötigen oft nicht nur Unterstützung im Haushalt, sondern auch Hilfe in der Grundversorgung. Es handelt sich um Hilfe bei der Körperpflege oder beim Ankleiden. Dies gehört nicht zu den Aufgaben einer Haushaltshilfe. Hierfür gibt es sogenannte Pflegedienste.

Haushaltshilfe und Krankenpflege

Was ist der Unterschied?

Der Unterschied zwischen Krankenpflege und Haushaltshilfe ist nicht immer klar und führt zu Ärger und Frustration, wenn die Krankenkasse bestimmte Kosten nicht übernehmen will. Darum ist es gut zu wissen, wo der Unterschied liegt. Wenn du zu Hause zusätzliche Hilfe benötigst und medizinisch versorgt wirst, zahlt die Krankenkasse einen unterstützenden Pflegedienst. Diese Unterstützung ist in der Regel vorübergehend und wird von verschiedenen Voraussetzungen reguliert. Die Krankenkassen unterstützen dich, wenn du aufgrund einer Erkrankung den Haushalt vorläufig nicht erledigen kannst. Ein wichtiger Faktor ist, dass niemand in deinem Haushalt lebt, der für dich putzen oder einkaufen kann. In deinem Haushalt lebende Kinder haben auch Auswirkungen auf die Genehmigung einer Haushaltshilfe.

Wenn du ein Kind hast, welches jünger als 12 Jahre ist oder eine Behinderung hat, hast du Anspruch auf eine Haushaltshilfe. Im Sozialgesetzbuch wurde verabschiedet, dass kinderlose Haushalte diesen Anspruch nach Krankenhausaufenthalten oder nach einer ambulanten Operation haben. Die Haushaltshilfe ist auf eine bestimmte Zeit begrenzt, die zwischen vier und sechs Wochen beträgt. Achte darauf, dass die Voraussetzungen sowie Fristen je nach Situation variieren können.

eine Frau hält ein kleines Kind in den Armen.
© thiago-cerqueira/Unsplash

Laut Sozialgesetzbuch erhalten Versicherte Haushaltshilfe, wenn ein Kind im Haushalt lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist. (§ 38 V. SGB).

Das Wichtigste rund um die Krankenpflege

Du kannst eine häusliche Krankenpflege erhalten, wenn bei dir niemand im Haushalt lebt, der die Krankenpflege übernehmen kann. Darüber hinaus müssen einige von folgenden Bedingungen erfüllt werden:

  • Bei dir ist eine Krankenhausbehandlung notwendig, aber eine Aufnahme ist nicht möglich.
  • Durch die häusliche Krankenpflege wird eine Behandlung im Krankenhaus vermieden oder verkürzt.
  • Die häusliche Krankenpflege ist notwendig, um das Ziel deiner ärztlichen Behandlung zu erreichen.

Es besteht ein Bedarf bis zu vier Wochen an häuslicher Krankenpflege aufgrund einer schweren Erkrankung, insbesondere nach einer Krankenhausbehandlung. Die medizinischen Hilfeleistungen sollen die Krankheit heilen, Beschwerden lindern oder eine Verschlimmerung verhüten.

Wer übernimmt die Kosten?

Hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle bei der Frage, wer am Ende für die Kosten aufkommt. Für die Übernahme der Kosten werden Umstände wie beschränkte Mobilität, Alter, Kinder, finanzielle Schwierigkeiten berücksichtigt. Du solltest dich informieren, denn deine Krankenkasse deckt die Kosten in erster Linie, wenn du selbst diese nicht übernehmen kannst.

Wenn du trotz der Unterstützung der Krankenkasse die Haushaltshilfe nicht finanzieren kannst, solltest du dich bei deiner Stadt oder Gemeinde informieren. Oft bieten Städte, Bezirke und Landkreise die Kostenübernahme der Pflege- oder Putzhilfe an, wenn du unbedingt Hilfe brauchst. Du solltest aber überprüft haben, dass deine Krankenkasse deinen Antrag nicht mehr bewilligt. Wenn dies der Fall ist, kannst du bei den zuständigen Behörden einen Antrag stellen. Die Kostenübernahme hängt von deinem Einkommen und Vermögen ab. Nach diesem Antrag wird geprüft, wie groß dein Hilfebedarf ist und welche finanziellen Hilfen dir bewilligt werden können.

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Vermeide Schwarzarbeit

Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln ist in einer Schätzung aus dem Jahr 2017 davon ausgegangen, dass ungefähr drei Millionen Haushalte im Bundesgebiet ihre Haushaltshilfe schwarz bezahlt haben. Das Hauptargument für diese illegale Form der Beschäftigung sind die hohen Abgaben. Dazu zählt außerdem der hohe Aufwand für die Anmeldung.

Die Nachteile einer illegalen Beschäftigung liegen im nicht vorhandenen Versicherungsschutz. Sollte etwas kaputt gehen oder die Angestellten sich verletzen, zahlst du. Darüber hinaus besteht immer das Risiko, dass du angezeigt wirst und Bußgeldstrafen erhältst.

Desinformation kann zu gravierenden Fehlern führen. Die Einstellung einer Haushaltshilfe ist einfacher, als man denkt. Im Folgenden findest du unsere Tipps, die du beachten solltest, wenn du dich für eine Haushaltshilfe entscheiden möchtest.

Eine Putzfrau macht gerade ein Bett.
© olha-flaxeco/unsplash

Schwarzarbeit im Haushalt ist eine Ordnungswidrigkeit. Zuwiderhandlungen können mit einer Geldbuße von bis zu 300.000 Euro belegt werden.

Vertrag

Ein Klemmbrett mit einem Vertrag
© Robert Kneschke/Fotolia

Ein Arbeitsvertrag soll mit der Haushaltshilfe aufgesetzt werden, der alle Aufgaben sowie Zusatzleistungen wie Urlaub, Kranktage, Zuschüsse beinhaltet. Im Arbeitsvertrag kann man auch vereinbaren, wie und wann ausgezahlt wird.

Anmeldung

Hände an einer Tastatur
© glenn-carstens-peters/unsplash

Wenn die Haushaltshilfe selbstständig arbeitet, schreibt sie eine Rechnung für die geleistete Arbeit und weitere Anmeldungen sind nicht notwendig. Aber wenn die Haushaltshilfe auf Minijob-Basis arbeitet, musst du sie bei der Minijob-Zentrale anmelden.

Sicher ist sicher

Eine Putzhilfe wischt Staub auf einem Schreibtisch
© Andrey Popov/Fotolia

Am besten klärst du von Anfang an, ob die Haushaltshilfe eine gültige Haftpflichtversicherung hat. Wenn sie keine hat, solltest du in den Klauseln deiner Versicherung checken, ob Schäden im Haushalt durch Haushaltshilfe abgedeckt sind.

Bezahlung

Eine Frau mit Taschenrechner sitzt vor einem Ordner mit Unterlagen
© Apops/Fotolia

Am besten vereinbarst du eine angemessene Bezahlung, die auf den Wohnort, Jahre Erfahrung sowie Stunden pro Woche basiert. Der Mindestlohn gilt auch im Haushalt. Wenn die Haushaltshilfe durch eine Ersatzkraft der Krankenkasse erbracht wird, rechnet diese Ersatzkraft bzw. die Einrichtung die Kosten direkt mit der Krankenkasse und nicht mit dir ab.

Was kann eine Haushaltshilfe tun?

Wenn du eine Putzhilfe bekommst, heißt das nicht, dass sie dazu bereit ist, alles zu erledigen. Damit es keine Missverständnisse gibt, die zu unangenehmen Situationen führen, besprich im Voraus nicht nur, was du brauchst, sondern auch die Zeit, die gebraucht wird, um alles zu erledigen. Je nach Haushalt kann die Putzhilfe mehrere Male im Monat kommen. Das hängt davon ab, wie groß das Haus oder die Wohnung ist und wie gründlich geputzt wird. Damit du keine unnötigen Fahrtkosten-Zuschläge zahlen musst, solltest du gut überlegen, wie viele Stunden Arbeit die Putzhilfe braucht. Überlege, ob die Haushaltshilfe jeden Tag zu dir fahren muss oder ob es reicht, wenn sie nur ein Mal in der Woche bei dir zu Hause ist.

Bevor du mit der Suche anfängst, solltest du dir über deine Erwartungen und Bedürfnisse hinsichtlich einer Haushaltshilfe im Klaren sein. Anschließend kannst du eine Liste erstellen, in der du auch zusätzliche Tätigkeiten wie Babysitting oder Einkäufe auflistest.

Im Folgenden findest du eine Aufgabenliste, die du an die Putzhilfe abgeben kannst:

Bad

  • Dusche, Badewanne und Waschbecken reinigen
  • Toilette reinigen und desinfizieren
  • Badematten und Handtücher austauschen

Küche

  • Küchenschränke abwischen
  • Kühlschrank putzen
  • Herd und Backofen säubern
  • Müll rausbringen
  • Arbeitsflächen reinigen

Im ganzen Haus

  • Fenster und Türen putzen
  • Gardinen waschen
  • Staub saugen
  • Heizkörper säubern
  • Boden wischen

Schlafzimmer

  • Bett machen
  • Bettwäsche wechseln und waschen

Wohnzimmer

  • Staub wischen
  • Möbel reinigen

Tipp:
Es ist empfehlenswert, ein Probeputzen zu vereinbaren, bevor du die Haushaltshilfe einstellst. So lernst du die Person kennen und Formalitäten können direkt geklärt werden.

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